UNTERNEHMENSRICHTLINIE ZUR GELDWÄSCHEBEKÄMPFUNG UND BEKÄMPFUNG DER TERRORFINANZIERUNG |
| 1. Zweck |
| Zweck dieser Richtlinie ist es, die Einhaltung internationaler gesetzlicher Vorschriften und bewährter Praktiken zur Geldwäschebekämpfung und Bekämpfung der Terrorfinanzierung (AML/CFT) bei Goldtakas Edelmetalltransaktionen zu gewährleisten. Diese Richtlinie ist ein Leitfaden zur Minimierung von Risiken in den globalen Aktivitäten des Unternehmens und zur Schaffung einer ethischen Arbeitsumgebung unter Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Kunden. |
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| 2. Geltungsbereich |
| Diese Richtlinie umfasst die gesamte Edelmetalllieferkette, Handelstransaktionen und Finanzoperationen von Goldtakas. Goldtakas hält in allen Ländern, in denen es tätig ist, nationale und internationale gesetzliche Vorschriften und Standards bezüglich Geldwäsche und Terrorfinanzierung ein. |
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| 3. Rechtsgrundlage und internationale Standards |
| Unser Unternehmen arbeitet gemäß den folgenden globalen Vorschriften und Standards: |
• Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF): 40 Empfehlungen legen globale Standards zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung fest. • Resolutionen des UN-Sicherheitsrats: Enthalten globale Maßnahmen gegen die Finanzierung von Terrorismus. • Vorschriften des US Office of Foreign Assets Control (OFAC) • EU AML-Richtlinien • OECD Gold Supply Chain Guide: Bietet einen internationalen Rahmen für die verantwortungsvolle Beschaffung und Rückverfolgbarkeit von Edelmetallen. |
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| 4. Risikobasierter Ansatz |
| Goldtakas verfolgt einen risikobasierten Ansatz zur Verhinderung von Geldwäsche (AML) und zur Bekämpfung der Terrorfinanzierung (CFT) im Edelmetallsektor. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, Risiken systematisch zu identifizieren und zu verwalten, indem Faktoren wie Transaktionsvolumen, Kundenprofil, geografisches Gebiet und Lieferkette berücksichtigt werden. Der Hauptzweck des risikobasierten Ansatzes besteht darin, potenzielle AML/CFT-Risiken zu identifizieren und zu bewerten und geeignete Maßnahmen zur Verhinderung oder Minimierung dieser Risiken zu ergreifen. |
| 4.1 Prinzipien des risikobasierten Ansatzes |
| Der risikobasierte Ansatz beinhaltet die Bestimmung unterschiedlicher Risikostufen für jeden Kunden, jede Transaktion oder jede Beziehung und die Ergreifung geeigneter Maßnahmen für jede Risikostufe. Das Unternehmen konzentriert sich auf Hochrisikoaktivitäten, indem es verschiedene Stufen der Customer Due Diligence (CDD) und Transaktionsüberwachung entsprechend den Risikostufen von Transaktionen und Kunden anwendet. |
| Dieser Ansatz umfasst die folgenden Schritte: |
1. Risikoidentifikation: Goldtakas identifiziert potenzielle Risiken unter Berücksichtigung von Faktoren wie Kundenprofil, Transaktionstyp, geografische Lage und Lieferkette. 2. Risikobewertung: Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich Wahrscheinlichkeit und potenzieller Auswirkung bewertet. In dieser Phase werden die von Kunden, Transaktionen oder Lieferanten ausgehenden Risiken in verschiedene Grade (niedrig, mittel, hoch) eingeteilt. 3. Risikomanagement: Geeignete Risikominderungs- und Managementstrategien werden entsprechend den aus der Risikobewertung ermittelten Risikostufen entwickelt. Diese Strategien stellen sicher, dass für Hochrisikotransaktionen und -kunden strengere Maßnahmen ergriffen werden. 4. Kontinuierliche Überwachung und Überprüfung: Der risikobasierte Ansatz ist ein dynamischer Prozess. Transaktionen und Kunden werden regelmäßig überwacht, und wenn sich die Risikostufen ändern, wird der Ansatz des Unternehmens überprüft und bei Bedarf aktualisiert. |
| 4.2 Risikofaktoren |
| Goldtakas berücksichtigt verschiedene Faktoren zur Verwaltung von Risiken. Diese Faktoren werden unter vier Hauptüberschriften untersucht: |
1. Kundenrisikofaktoren: • Art des Kunden: Ist der Kunde eine Einzelperson oder eine juristische Person? Wer ist der wirtschaftliche Eigentümer (UBO)? Die endgültige Eigentümerstruktur und der Tätigkeitsbereich juristischer Personen werden sorgfältig untersucht. • Kundengeschichte: Wurde der Kunde zuvor mit Geldwäsche oder Terrorfinanzierung in Verbindung gebracht? Steht er/sie auf Sanktionslisten? • Kundenverhalten: Stimmen die vom Kunden getätigten Transaktionen mit der Größe des Unternehmens und seinem Tätigkeitsbereich überein? Gibt es ungewöhnliche Transaktionsverhaltensweisen? |
2. Geografische Risikofaktoren: • Geografische Lage des Kunden oder der Transaktion: Goldtakas bewertet, ob die Kunden oder Transaktionen aus Hochrisikoregionen stammen (z. B. riskante Regionen im Hinblick auf Geldwäsche oder Terrorfinanzierung, wie von der FATF festgelegt). • Betriebsländer: Der Grad der Einhaltung der AML/CFT-Gesetze und -Praktiken der Länder, in denen die Transaktion durchgeführt wird oder die sich in der Lieferkette befinden, wird untersucht. |
3. Produkt- und Dienstleistungsrisikofaktoren: • Art des Edelmetalls: Bestimmte Arten von Metallen können höhere Risiken für Geldwäsche und Terrorfinanzierung bergen (z. B. liquide Edelmetalle wie Gold). • Transaktionstyp und -volumen: Bargeldbasierte Transaktionen, grenzüberschreitende Überweisungen und ungewöhnlich große Transaktionen können höhere Risiken bergen. |
4. Lieferketten- und Drittparteienrisiken: • Untersuchung von Lieferanten und Geschäftspartnern: Goldtakas bewertet die AML/CFT-Compliance aller Lieferanten und Geschäftspartner und stellt sicher, dass Edelmetalle aus zuverlässigen Quellen verwendet werden. • Rückverfolgbarkeit: Die Rückverfolgbarkeit der Lieferkette wird sichergestellt und dokumentiert. Zusätzliche Überprüfungen werden durchgeführt, wenn Unsicherheit oder Risiko in einem Glied der Lieferkette besteht. |
| 4.3 Risikomanagement-Tools |
| Verschiedene Strategien und Tools werden zur Verwaltung von Risiken verwendet. Diese Tools werden entsprechend dem Tätigkeitsbereich von Goldtakas angepasst und implementiert: |
1. Customer Due Diligence und Enhanced Due Diligence: • Standard Due Diligence: Grundlegende Identitätsprüfung und Dokumentenprüfung werden für Kunden mit niedrigem und mittlerem Risiko durchgeführt. • Enhanced Due Diligence: Umfangreichere Überprüfungsverfahren werden für Hochrisikokunden implementiert. Dies kann zusätzliche Dokumentenanforderungen, Quelluntersuchungen und detaillierte retrospektive Untersuchungen umfassen. |
2. Transaktionsüberwachung und Verdachtsmeldung: • Echtzeit-Transaktionsüberwachung: Goldtakas überwacht den Edelmetallhandel und Finanztransaktionen in Echtzeit. Wenn ungewöhnlich große Transaktionen oder unerwartete Aktivitäten erkannt werden, werden diese Transaktionen sofort untersucht. • Verdachtsmeldung: Verdächtige Transaktionen werden zeitnah an die zuständigen nationalen und internationalen Behörden gemeldet. |
3. Kontinuierliche Schulung und Bewusstsein: • Mitarbeiterschulung: Mitarbeiter werden kontinuierlich in Strategien zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung geschult. Die Schulung zielt darauf ab, Fähigkeiten zur Identifikation und Meldung von Risiken zu stärken. • Bewusstsein Dritter: Goldtakas führt auch den risikobasierten Ansatz bei seinen Lieferanten und Geschäftspartnern ein und schafft Bewusstsein zu diesem Thema. |
4. Regelmäßige Risikobewertung: • Periodische Überprüfungen: Goldtakas überprüft regelmäßig die Risikomanagementprozesse. Diese Überprüfungen zielen darauf ab, neue Risikofaktoren zu identifizieren und die Wirksamkeit der gegen bestehende Risiken umgesetzten Maßnahmen zu bewerten. |
| 4.4 Zusätzliche Maßnahmen für Hochrisikokunden und Transaktionen |
| Wenn Hochrisikokunden oder -transaktionen erkannt werden, werden zusätzliche Maßnahmen ergriffen: |
• Erweiterte Überprüfung: Zusätzliche Dokumentenanforderungen werden für Hochrisikokunden und -transaktionen gestellt, und Transaktionen werden genauer überwacht. • Managementgenehmigung: Hochrisikotransaktionen können die Genehmigung der obersten Unternehmensleitung erfordern. • Beendigung der Zusammenarbeit: Die Zusammenarbeit mit Hochrisikokunden oder -lieferanten kann beendet oder Transaktionen ausgesetzt werden. |
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| 5. Know-Your-Customer-Prozess (KYC) |
| Goldtakas hält sich strikt an internationale KYC-Prozesse (Know Your Customer). In diesem Rahmen: |
• Werden die Identitäten aller Kunden verifiziert und Dokumente regelmäßig aktualisiert. • Für Hochrisikokunden werden die Eigentumsstruktur und die wirtschaftlichen Eigentümer (UBO) ermittelt. • Die Finanzstruktur des Kunden, Geschäftsbeziehungen und die Geschichte des Edelmetallhandels werden bewertet. • Als Teil des KYC-Prozesses wird eine Risikobewertung unter Berücksichtigung geografischer Risiken (Kunden in Hochrisikoregionen), Geschäftslinienrisiken und Transaktionsvolumina durchgeführt. |
| Im Rahmen der "Know Your Customer"-Richtlinie fordern wir die folgenden Dokumente an, können aber auch zusätzliche Dokumente anfordern, die aufgrund besonderer Umstände für eine solide Intelligenz erforderlich sind: |
1 - Kopie des Ausweises 2 - Kopie des Passes 3 - Liste der autorisierten Unterzeichner/Unterschriftserklärungen 4 - Satzung des Unternehmens 5 - Steuerbescheinigung 6 - Tätigkeitsbescheinigung und Gründungsbescheinigung 7 - Wohnsitzbescheinigung 8 - Bankkontoinformationen |
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| 6. Verdachtsmeldung (SAR) |
| Verdächtige Transaktionen werden sowohl von den internen Überwachungssystemen von Goldtakas als auch von Mitarbeitern erkannt/gemeldet und umgehend den nationalen und internationalen Behörden mitgeteilt. |
• Verdächtige Transaktionen werden schnell den zuständigen Behörden gemeldet, und Transaktionen werden bei Bedarf ausgesetzt. • Alle Verdachtsmeldungen werden vertraulich behandelt und nur mit autorisierten Personen geteilt. |
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| 7. Zusammenarbeit mit Dritten und Lieferantenaudit |
| Goldtakas führt einen detaillierten Prüfungsprozess durch, bevor Geschäfte mit allen Dritten und Lieferanten getätigt werden, mit denen es Edelmetalle handelt: |
• Vor der Zusammenarbeit mit Dritten werden umfassende Prüfungen auf Geldwäsche- und Terrorfinanzierungsrisiken durchgeführt. • In der Lieferkette werden regelmäßige Überwachungen und Audits durchgeführt. • Ein kontinuierlicher Informationsfluss wird bereitgestellt, um die Rückverfolgbarkeit der von Hochrisikolieferanten erworbenen Edelmetalle zu gewährleisten. |
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| 8. Schulung und Bewusstsein |
| Goldtakas-Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung. Die Schulung umfasst: |
• KYC- und CDD-Prozesse. • Identifikation und Meldung verdächtiger Transaktionen. • Risikobasierte Ansätze und Kundenbeziehungsmanagement. • Internationale Vorschriften und lokale rechtliche Anforderungen. |
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| 9. Internes Audit und Compliance-Programm |
| Goldtakas wird regelmäßig von unabhängigen internen Audit-Einheiten überprüft, um die wirksame Umsetzung des AML/CFT-Compliance-Programms zu gewährleisten. Das interne Audit umfasst die folgenden Schritte: |
• Periodische Überprüfung der Transaktionsaufzeichnungen. • Wirksamkeit der Verdachtsmeldungs- und Überwachungssysteme. • Bewertung des Ausmaßes, in dem das Compliance-Programm den aktuellen internationalen Standards entspricht. |
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| 10. Sanktionen und Disziplin |
| Verstöße gegen unsere Richtlinie können zu Disziplinarmaßnahmen innerhalb von Goldtakas führen. Diese Maßnahmen werden ergriffen, wenn illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit Mitarbeitern oder Geschäftspartnern erkannt werden. Darüber hinaus werden schwerwiegende Verstöße an nationale und internationale Behörden gemeldet und rechtliche Schritte eingeleitet. |
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| 11. Aktualisierung der Richtlinie |
| Diese Richtlinie wird regelmäßig überprüft und entsprechend neuer globaler Vorschriften, Risiken oder betrieblicher Anforderungen aktualisiert. Die Richtlinie wird auf der Grundlage interner Auditberichte und Änderungen internationaler Vorschriften überprüft. |